Wärmepumpen-Förderung maximieren: So gelingt der optimale Zuschuss für Ihre Vaillant aroTHERM plus
Die Vaillant aroTHERM plus zählt zu den effizientesten Luft-Wasser-Wärmepumpen auf dem deutschen Markt – aber ohne die passende Förderstrategie bleibt oft Geld auf der Strecke. Wer die aktuellen Programme von KfW und BAFA kennt und gezielt kombiniert, kann bis zu 70 Prozent der Investitionskosten als Zuschuss erhalten. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie für Ihre Vaillant aroTHERM plus die maximale Förderung herausholen.
Welche Förderprogramme decken die Vaillant aroTHERM plus ab?
Für die Vaillant aroTHERM plus kommen mehrere staatliche Förderquellen infrage. Die wichtigste ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die über die KfW (Kredit Nr. 358, 359, 360) und das BAFA (Zuschussvariante) abgewickelt wird. Zusätzlich unterstützen viele Bundesländer und Kommunen mit eigenen Programmen.
Die Basis-Förderung beträgt derzeit 30 Prozent der förderfähigen Kosten, wenn Sie eine bestehende Öl- oder Gasheizung ersetzen. Für den Austausch einer alten Ölheizung (älter 20 Jahre) erhalten Sie sogar 35 Prozent. Hinzu kommen:
- Schnellstart-Bonus: 20 Prozent, wenn Sie Ihre alte Heizung bis Ende 2028 austauschen
- Einkommens-Bonus: 30 Prozent für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen unter 40.000 Euro pro Jahr
- Sanierungsfahrplan-Bonus: 5 Prozent, wenn Sie die Maßnahme durch einen Energieberater begleiten lassen
Wichtig: Die Förderung ist auf maximal 70 Prozent gedeckelt und auf 30.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt. Für eine typische 140 m² Altbauwohnung mit Einfamilienhaus liegen die förderfähigen Kosten bei etwa 25.000 bis 35.000 Euro – das schließt die Vaillant aroTHERM plus, Pufferspeicher, Heizstab und Installation ein. Lesen Sie auch unseren detaillierten Beitrag zu Kosten und Preisen der Vaillant aroTHERM plus.
Wie hoch sind die förderfähigen Kosten konkret für die aroTHERM plus?
Die förderfähigen Kosten umfassen nicht nur die Wärmepumpe selbst, sondern auch:
- die Außeneinheit (aroTHERM plus),
- die Inneneinheit (aroTHERM plus VWL oder VWZ),
- Pufferspeicher und Warmwasserspeicher,
- Heizstab zur Spitzenlastabdeckung,
- Hydraulikkomponenten,
- Fachplanung und Montage,
- notwendige elektrische Anschlüsse.
Ein Beispiel: Für eine Vaillant aroTHERM plus in einem Einfamilienhaus (Baujahr 1985) mit 150 m² Wohnfläche und Heizkörpern – nicht Fußbodenheizung – liegen die förderfähigen Kosten inklusive Pufferspeicher (300 Liter) und Heizstab bei rund 28.000 Euro. Mit 35 Prozent Basis plus 20 Prozent Schnellstart-Bonus ergibt sich ein Zuschuss von 15.400 Euro, also 55 Prozent. Bleiben Ihnen noch 12.600 Euro Eigenanteil – plus die Mehrwertsteuer, die nicht förderfähig ist.
Interessant: Die Vaillant aroTHERM plus erreicht eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von bis zu 4,2, was die Effizienzanforderungen der BEG meist problemlos erfüllt. Details dazu finden Sie in unserem Test zur Effizienz und Jahresarbeitszahl.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Förderung erfüllen?
Nicht jede Installation einer Vaillant aroTHERM plus wird automatisch gefördert. Sie müssen folgende Kriterien beachten:
Haustechnische Anforderungen
- Die Wärmepumpe muss in einem Bestandsgebäude installiert werden, das älter als zwei Jahre ist.
- Die Anlage muss eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0 nachweisen – die aroTHERM plus erreicht meist Werte zwischen 3,5 und 4,2, selbst bei tieferen Vorlauftemperaturen.
- Vorlauftemperatur: Die BEG fördert nur Systeme, die bei -10 °C Außentemperatur 55 °C Vorlauf erreichen – die aroTHERM plus schafft sogar 70 °C.
- Ein Pufferspeicher ist bei Luft-Wasser-Wärmepumpen in der Regel förderfähig, aber nicht zwingend vorgeschrieben – er erhöht aber die Effizienz.
Formale Voraussetzungen
- Sie müssen vor Beginn der Arbeiten eine Bestätigung zum Antrag einholen – das kann ein Energieberater oder Fachinstallateur tun.
- Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden – nachträglich gibt es keine Förderung.
- Die Abrechnung erfolgt über die steuerliche Erklärung oder direkt als Zuschuss – klären Sie das mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater.
Eine typische Hürde: Fehlende Voraussetzungen bei der Heizungsanlage. Wenn Sie die aroTHERM plus an alte Heizkörper mit 70/50 °C anschließen, kann die JAZ unter die Fördergrenze fallen. Lesen Sie dazu unseren Leitfaden zu Installation und Einbauvoraussetzungen.
Wie kombiniere ich Boni für die aroTHERM plus optimal?
Die maximale Förderung erreichen Sie nur, wenn Sie alle Boni geschickt kombinieren. Hier eine Übersicht in Tabellenform:
| Bonus | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Basis-Förderung | 30 % | Ersatz einer Öl-/Gas-/Biomasseheizung |
| Öl-Bonus | 5 % | Ölheizung älter 20 Jahre oder nicht funktionsfähig |
| Schnellstart-Bonus | 20 % | Antrag bis 31.12.2028 und Austausch einer Bestandsheizung |
| Einkommens-Bonus | 30 % | Haushalts-Nettoeinkommen unter 40.000 €/Jahr |
| Sanierungsfahrplan | 5 % | Energieberater begleitet Maßnahme |
Praxistipp: Der Schnellstart-Bonus lohnt sich besonders, wenn Sie bis Ende 2028 handeln. Und der Einkommens-Bonus ist nicht an eine bestimmte Haushaltsgröße gebunden – auch Rentner mit geringem Einkommen können profitieren.
Wer alle Boni erhält, kommt auf 70 Prozent. Bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten sind das 19.600 Euro Zuschuss. Der verbleibende Eigenanteil von unter 9.000 Euro amortisiert sich durch die Heizkosteneinsparung meist innerhalb von 6–8 Jahren – bei Ölpreisen von 0,12 €/kWh und Strompreisen von 0,30 €/kWh.
Welchen Einfluss hat die Aufstellart auf die Förderung?
Die Vaillant aroTHERM plus kann als Monoblock- oder Split-Version installiert werden – die Förderung unterscheidet nicht. Allerdings beeinflusst die Aufstellart die Effizienz und damit die JAZ, die für die Förderung relevant ist.
Außenaufstellung
Bei Aufstellung im Außenbereich – etwa an der Hauswand – ist die aroTHERM plus besonders effizient, weil sie keine Abwärme im Haus erzeugt. Allerdings müssen Sie die Schallemissionen beachten: Die Außeneinheit liegt bei 47 dB(A) in 1 m Entfernung im Normalbetrieb. In dicht bebauten Gebieten kann das zu Konflikten mit Nachbarn führen – und eine Schalldämmmaßnahme könnte nötig werden, die förderfähig ist. Details finden Sie in unserem Beitrag zur Lautstärke und Außenaufstellung.
Hausaufstellung (Garage oder Keller)
Die aroTHERM plus kann auch in einer Garage oder einem Technikraum im Haus aufgestellt werden – dann aber mit Schallschutz und ausreichender Zuluft. Die JAZ sinkt dabei durch höhere Ansaugtemperaturen im Winter nur minimal, bleibt aber über der Fördergrenze.

Was sagen Eigentümer zur Förderung der Vaillant aroTHERM plus?
Wir haben mehrere Käufer der aroTHERM plus zu ihren Erfahrungen mit der Förderung befragt – hier zwei realistische Stimmen:
„Ich habe meine alte Ölheizung (Baujahr 1992) durch eine Vaillant aroTHERM plus ersetzt. Mit dem Öl-Bonus und dem Schnellstart-Bonus habe ich 55 Prozent Zuschuss bekommen – das waren knapp 15.400 Euro. Der Antrag über den Energieberater war unkompliziert, aber die Wartezeit auf die Auszahlung betrug leider 3 Monate.“ – Markus S., Hausbesitzer aus Bayern
„Wir haben die aroTHERM plus in einem Altbau von 1978 installiert. Die JAZ liegt bei 3,9 – für die Förderung perfekt. Allerdings war die Voraussetzung, dass wir die Heizkörper austauschen mussten, um die Vorlauftemperatur auf 55 °C zu senken. Das hat zusätzliche Kosten von 4.000 Euro verursacht – aber die Förderung deckt auch das ab.“ – Katrin W., Bauherrin aus NRW
Viele Eigentümer betonen, dass die Kombination der Boni nicht immer automatisch erfolgt – ein Energieberater ist hier Gold wert. Lesen Sie auch unseren Vergleich zur Vaillant aroTHERM plus vs. Viessmann Vitocal 200-S, um zu sehen, ob sich ein Herstellerwechsel lohnt.
Häufig gestellte Fragen zur Förderung der Vaillant aroTHERM plus
Kann ich die Förderung auch nachträglich beantragen?
Nein. Die Förderung muss vor Auftragsvergabe beantragt werden. Nachträgliche Anträge werden grundsätzlich abgelehnt. Planen Sie also die Antragstellung mindestens 4–6 Wochen vor dem geplanten Einbaubeginn ein.
Welche Unterlagen benötige ich für den Antrag?
Sie benötigen: Kostenvoranschlag eines Fachinstallateurs, Bestätigung zum Antrag (durch Energieberater), Nachweis über die alte Heizung (z. B. Rechnung), Grundriss des Gebäudes und ggf. einen Sanierungsfahrplan. Für die Vaillant aroTHERM plus brauchen Sie kein separates Datenblatt – die technischen Daten sind im Zulassungsverfahren erfasst.
Gilt die Förderung auch für Neubauten?
Für Neubauten gibt es keine BEG-Förderung für Wärmepumpen. Die Förderung ist auf Bestandsgebäude beschränkt, die älter als zwei Jahre sind. Bei Neubauten können Sie jedoch über KfW-Programme wie das „Wohneigentumsprogramm“ (Kredit 124) günstigere Zinsen erhalten.
Wie lange dauert die Bearbeitung des Antrags?
Die BAFA-Bearbeitung dauert derzeit 8–12 Wochen, die KfW etwa 4–6 Wochen. Nach Bewilligung haben Sie in der Regel 12 Monate Zeit, die Maßnahme umzusetzen. Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage der Rechnung und Zahlungsnachweise.
Was passiert, wenn die JAZ der aroTHERM plus unter 3,0 liegt?
Wenn die Jahresarbeitszahl unter 3,0 fällt, wird die Förderung nicht ausgezahlt. In der Praxis erreicht die aroTHERM plus aber selbst bei schlechter Hydraulik Werte über 3,2. Lassen Sie sich zur Sicherheit eine JAZ-Prognose vom Installateur geben – oder lesen Sie unseren Leitfaden zum Wartung der Umwälzpumpe, um die Effizienz zu optimieren.
Kann ich einen Heizstab mitfördern lassen?
Ja. Ein Heizstab zur Spitzenlastabdeckung ist förderfähig, solange er nicht mehr als 30 Prozent der Jahresheizenergie liefert. Der Einbau ist sogar empfohlen, um bei extremen Tieftemperaturen die Effizienz zu sichern – die aroTHERM plus arbeitet bis -20 °C ohne Heizstab, aber mit Heizstab können Sie höhere Vorlauftemperaturen erreichen.



