Vaillant aroTHERM plus: Fördermittel clever kombinieren
Die Anschaffung einer Vaillant aroTHERM plus stellt eine zukunftssichere Investition dar, die durch staatliche Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen erheblich erleichtert werden kann. Dieser Beitrag zeigt Ihnen konkret, wie Sie BAföG und KfW-Förderung für Ihre Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzen, welche Antragsfristen gelten und worauf Sie bei der Kombination achten müssen.
Welche KfW-Förderung gibt es speziell für die Vaillant aroTHERM plus?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt den Einbau von Wärmepumpen wie der aroTHERM plus über zwei zentrale Programme: KfW 270 (Erneuerbare Energien – Heizung) und KfW 261 (Wohngebäude – Kredit). Für die aroTHERM plus gilt speziell das Heizungsgesetz (GEG) – sie erfüllt die Anforderungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).
Die höchste Förderung erhalten Sie, wenn Sie die Pumpe in einem Bestandsgebäude installieren: bis zu 30 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten. Dazu kommen 10 % Bonus, wenn Sie eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzen und die Anlage mit einem hydraulischen Abgleich verbinden. Maximal sind 40 % Zuschuss möglich – das sind bei einer aroTHERM plus mit 7 kW Leistung rund 4.800 Euro.
- KfW 270: Zuschussprogramm, Antrag vor Baubeginn stellen
- KfW 261: Zinsgünstiger Kredit (ab 0,01 % effektiv) mit Tilgungszuschuss
- BAFA-Vorantrag: Seit 2023 über das BAFA-Portal; die KfW prüft dann die Auszahlung

Wie funktioniert die Kombination mit BAföG?
BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist nicht in erster Linie für Heizungsförderung gedacht. Allerdings können Studierende oder Auszubildende, die Eigentum besitzen oder in einer selbstgenutzten Wohnung leben, unter bestimmten Umständen einen BAföG-Zuschuss für die Sanierung beantragen. Die aroTHERM plus ist hier förderfähig, wenn Sie die Wärmepumpe als alleinige Heizungsanlage installieren.
Praktisch läuft die Kombination so: Sie beantragen die KfW-Förderung als Basis (30 % bis 40 % Zuschuss). Parallel dazu können Sie beim BAföG-Amt einen Härtefall-Antrag oder einen Mehrbedarfszuschlag stellen, wenn die Heizungssanierung Ihre monatlichen Ausgaben über das BAföG-Höchstsatz hinaus erhöht. Wichtig: Das BAföG wird nur als ergänzende Förderung gewährt – nie als Ersatz für die KfW.
Ein Beispiel: Ein Meisterschüler mit selbstgenutzter Eigentumswohnung installiert eine aroTHERM plus (Gesamtkosten 15.000 €). KfW-Zuschuss: 6.000 €. BAföG-Mehrbedarf: 120 € monatlich für zwei Jahre. Das senkt die effektive Belastung auf etwa 8.000 €.
Welche Voraussetzungen müssen für die Förderung erfüllt sein?
Die Vaillant aroTHERM plus muss von einem zertifizierten Fachbetrieb installiert werden. Das ist nicht nur technisch sinnvoll (siehe auch: Installation und Einbauvoraussetzungen), sondern auch Fördervoraussetzung. Weitere Bedingungen:
- Die JAZ (Jahresarbeitszahl) muss mindestens 3,0 betragen – die aroTHERM plus erreicht laut Hersteller 4,5 bei normgerechter Auslegung (Effizienz und Jahresarbeitszahl im Test)
- Ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren A oder B ist Pflicht
- Die alte Heizung muss dauerhaft außer Betrieb genommen werden (nicht nur stillgelegt)
- Die Anlage muss über eine Außeneinheit verfügen – die aroTHERM plus ist für den Außenaufstellung optimiert
Hinweis: Eine Förderung für reine Luft-Wasser-Wärmepumpen ohne Pufferspeicher ist möglich, wenn der Pufferspeicher nicht zwingend erforderlich ist – die aroTHERM plus arbeitet mit einem integrierten Pufferspeichervolumen von 5 Litern, was für die GEG-Anforderung ausreicht.
| Förderaspekt | Bedeutung für aroTHERM plus |
|---|---|
| Nicht dringend: Einzelfallprüfung | Wenn Sie die Pumpe nur für Warmwasser nutzen, kann die Förderung abgelehnt werden. Die aroTHERM plus ist primär für Heiz- und Warmwasserbetrieb ausgelegt. |
| Handlungsbedarf: Fristen beachten | Antragstellung muss vor Baubeginn erfolgen. Nachträgliche Anträge werden abgelehnt. Denken Sie an den BAFA-Vorantrag. |
| Nicht dringend: Hydraulischer Abgleich | Der Abgleich kann auch nach der Installation bis zu einem Jahr nachgereicht werden – aber nur, wenn Sie im Antrag angeben, dass er noch erfolgt. |
Welche Kosten übernimmt die Förderung genau?
Die förderfähigen Kosten umfassen die Materialkosten inklusive der Vaillant aroTHERM plus, die Montage durch den Fachbetrieb, die Inbetriebnahme und die notwendige Hydraulik (ausgenommen sind nur die Rohrleitungen im Haus, die bereits vorhanden sind). Die Gesamtkosten liegen je nach Leistung zwischen 12.000 € und 18.000 €. Die KfW fördert maximal 30.000 € pro Wohneinheit – bei einer kleinen Anlage ist das völlig ausreichend.
Zusätzlich erstattet die KfW auch die Kosten für den hydraulischen Abgleich (pauschal 300 €) und für die Demontage der alten Heizung (maximal 500 €). Beachten Sie: Die aroTHERM plus benötigt eine regelmäßige Wartung der Umwälzpumpe – diese Kosten sind nicht förderfähig, aber steuerlich absetzbar (20 % der Handwerkerkosten, maximal 1.200 € pro Jahr).
Was sagen Nutzer zur Förderpraxis?
„Ich habe die BAFA-Förderung für meine aroTHERM plus beantragt – das ging online recht einfach. Aber die Wartezeit auf die Auszahlung betrug fast vier Monate. Der Sachbearbeiter fragte nach dem hydraulischen Abgleich, den ich nachgereicht habe. Insgesamt 35 % Zuschuss.“ – Matthias, 52, aus Freiburg
„Beim BAföG hatte ich anfangs Probleme, weil mein Sachbearbeiter nicht wusste, dass eine Wärmepumpe förderfähig ist. Mit einem Schreiben des BAFAs und einem Energieberater hat es dann geklappt. Ich bekomme jetzt 90 € Mehrbedarf monatlich für ein Jahr.“ – Lena, 27, Studierende in Hannover
„Die Kombination KfW plus BAföG ist bürokratisch, aber es lohnt sich. Wer die Anträge parallel stellt und den Energieberater einschaltet, spart 5.000 bis 8.000 Euro. Meine aroTHERM plus läuft seit November – top Effizienz. Nur die Fehlermeldung F6 hatte ich kurz bei einem Stromausfall – ließ sich per Reset beheben.“ – Thomas, 45, aus Dresden
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich die Vaillant aroTHERM plus auch ohne KfW-Förderung kaufen?
Ja, der Kauf ist jederzeit möglich. Allerdings verlieren Sie dadurch 30 % bis 40 % Zuschuss. Die aroTHERM plus amortisiert sich ohne Förderung in etwa 10 bis 14 Jahren, mit Förderung in 6 bis 8 Jahren.
Muss ich die aroTHERM plus vor dem Förderantrag bestellen?
Nein. Der Antrag muss vor der Bestellung gestellt werden. Sobald Sie einen Kostenvoranschlag vom Fachbetrieb haben, können Sie den Antrag bei der KfW einreichen. Die Bestellung erfolgt erst nach der Zusage.
Welche Unterlagen brauche ich für den BAföG-Antrag?
Sie benötigen: eine Bestätigung des Fachbetriebs über den Einbau einer Wärmepumpe (inklusiv Modellbezeichnung aroTHERM plus), den KfW-Zuwendungsbescheid (Kopie), eine Aufstellung der monatlichen Mehrkosten (z. B. höhere Nebenkosten durch Tilgung des Kredits) und Ihren BAföG-Bescheid.
Ist die aroTHERM plus auch für Denkmalschutzgebäude förderfähig?
Ja, mit Einschränkungen. Die KfW gewährt einen Bonus von 5 % für denkmalgeschützte Gebäude – insgesamt sind dann bis zu 45 % Zuschuss möglich. Voraussetzung ist die Zustimmung der Denkmalbehörde und ein individueller hydraulischer Abgleich.
Wie lange dauert die Auszahlung der KfW-Förderung für die aroTHERM plus?
In der Regel 8 bis 12 Wochen nach Einreichung der Rechnung. Manche Anträge werden schneller bearbeitet, wenn der Fachbetrieb die Daten digital übermittelt. Bei Verspätungen hilft eine Nachfrage bei der KfW-Hotline.
Kann ich die Förderung für mehrere Wohneinheiten nutzen?
Ja. Jede Wohneinheit kann bis zu 30.000 € förderfähige Kosten geltend machen. Bei einem Mehrfamilienhaus mit drei Einheiten wären das 90.000 € – die aroTHERM plus in der 16-kW-Version kann mehrere Einheiten versorgen.
Sie wollen noch mehr aus Ihrer Förderung herausholen? Lesen Sie unseren speziellen Ratgeber: Wärmepumpen-Förderung maximieren: So geht’s. Und wer sich für den Wettbewerb interessiert, findet hier den Vergleich zwischen Vaillant aroTHERM plus und Viessmann Vitocal 200-S.



